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Kohlhernie

Diese verbreitetste und gefährlichste Kohlkrankheit kann schon im Anzuchtbeet an Jungpflanzen auftreten.

An den Wurzeln zeigen sich dann deutlich Schwellungen erkrankte Jungpflanzen sind zu verbrennen Erkrankte größere Pflanzen am endgültigen Standort welken bei starker Sonneneinstrahlung, erholen sich aber -über Nacht wieder. Die Pflanzen entwickeln sich schlecht, bilden keine Köpfe bzw. Knollen oder gehen Schließlich ein. Nimmt man eine kranke Pflanze vorsichtig aus dem Boden. So finden sich -an den Wurzeln, seltener am Wurzelhals, niemals aber an den Stängeln und Blättern, warzige oder kuglige Verdickungen mit schorfartiger rauer und aufgerissener Außenhaut.

Die Anschwellungen können Faustgröße erreichen, sie sind im Innern weiß und ohne Hohlraum, im Gegen-Satz zu den äußerlich ähnlichen, aber innen hohlen, vom Kohlgallenrüssler verursachten Geschwülsten. Schließlich gehen die Schwellungen in Fäulnis über. Die Krankheit wird nie durch das Saatgut, sondern immer vom Boden her übertragen, also vom Anzucht-oder-Gartenbeet her. Der Erreger ist ein Niederer-Pilz, dessen Dauersporen aus den kranken Wurzeln in den Boden gelangen und ihn verseuchen.

Die Sporen können auch durch Bodenbearbeitungsgeräte, Tiere. z. B. Regenwürmer, durch an den Schuhen anhaftenden Erde, durch Wind und Wasser verschleppt werden. Aus den -Dauersporen schlüpfen im feuchten Erdreich nackte Zellen, die in die äußeren Gewebeschichten der Wurzeln eindringen und langsam in das Innere der Wurzeln wandern. Die befallenen Zellen vergrößern sich krankhaft, die Lebenstätigkeit der Wurzeln gerät in Unordnung, insbesondere die Aufnahme und Leitung von Wasser und Nährstoffen, damit leiden auch die oberen Pflanzenteile. Die Lebensdauer der Sporen beträgt vier bis sechs Jahre: Sie sind also sehr widerstandsfähig. Begünstigt wird das Auftreten durch saure Reaktion des Bodens. Erst bei einem pH-Wert von weniger, als 7 werden die Sporen zur Keimung angeregt, alkalische Reaktion hemmt diese Entwicklung. Kalkung beugt also dem Befall vor, ohne ihn jedoch verhindern zu können.

Kranke Pflanzen sind zu verbrennen. Unkräuter aus der Familie der Kreuzblütler sind sorgfältig zu beseitigen, da sie die Kohlhernie am Leben erhalten können. Frei von Hernie wird das Land nur, wenn sechs Jahre lang keine Kreuzblütler angebaut werden.

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