Kohlweißlinge

Die Kohlweißlinge bevorzugen für die Eiablage warme, windgeschützte Lagen, wie sie in Kleingärten oft anzutreffen sind. Bei uns treten drei Arten auf: der große Kohlweißling, der kleine Kohlweißling (Rübenweißling) und der Rapsweißling. Die größte Bedeutung hat der große Kohlweißling. Er überwintert als Puppe an Zaunpfählen, Baumstämmen, Gartenlauben usw., erscheint im Frühjahr und legt die Eier an wild- wachsende Kreuzblütler ab. Deshalb beachtet man die 1. Generation auch kaum. Die zweite Generation bevorzugt die Kohlgewächse und legt die goldgelben Eier in größeren Gelegen an die Blattunterseiten ab. Die jungen Raupen bleiben zunächst zusammen und fressen an dem Blatt, an dem die Eier abgelegt wurden, später verteilen sie sich über die ganze Pflanze. Der Schaden kann beträchtliche Ausmaße annehmen.

Kohl Krankheit

Kohl Krankheit

Die ausgewachsenen Raupen sind etwa 3,5 bis 4 cm lang, grüngelb mit zahlreichen schwarzen Punkten und haben kurze Borstenhaare. Zur Bekämpfung kann man die Schmetterlinge fangen und vernichten. Wichtig ist es, die Eigelege zu zerdrücken, womit etwa 10 Tage nach der Hauptflugzeit zu beginnen ist. Auch die Raupen sind abzulesen, möglichst solange sie noch zusammenleben.

Die Bekämpfung der anderen beiden Arten ist gleich. Unangenehm kann die samtig, grüne mit schwarzen Längsstreifen versehene Raupe des kleinen Kohlweißlings werden, da sie die Herzblätter bevorzugt und dann den Kopf durch den schmierigen Kot verdirbt, der zwischen den Blättern liegen bleibt. Raupen, in denen Schlupfwespenlarven schmarotzen, kommen nicht zur Verpuppung, sondern sterben, nachdem sie den Verpuppungsort erreicht und sich dort angeheftet haben. Die Schlupfwespenlarven verpuppen sich auf der toten Raupe im gelben Kokons. Im Volksmund heißt es mitunter: „Die Raupe hat Eier gelegt.“ Das ist falsch, denn Eier legt nur der ausgewachsene Schmetterling. Man darf diese gelben „Puppen‘ nicht vernichten, denn die Schlupfwespen sind Nützlinge. Sie können das Aufkommen einer starken Kohlweißlings plage verhindern und tragen, indem sie dann gute Vermehrungsmöglichkeiten finden, zum Nachlassen der Plage bei.

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