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Bodenbearbeitung im Frühjahr

Einige Gemüse überwintern ganz, andere hingegen nur über einen Teil des Winters. So werden die Beete mit Schwarzwurzel oder Porree zum Beispiel erst im Frühjahr zu Bodenbearbeitung frei. Es Muss dann sofort bei frostfreiem und einigermaßen trockenem Wetter, das das Graben zulässt, umgegraben werden. Im Frühjahr lassen wie aber den Boden nicht grobschollig liegen, sondern zerkleinern unmittelbar beim Graben den Boden. Anschließend wird gleich geharkt, sodass die Fläche zur Bestellung fertig ist. Damit erhalten sie auch hier einen großen Teil des Wasservorrats, den das Land über Winter aufgenommen hat.

Für die Zweite und eine etwaige weitere Bestellung Muss der Boden in den meisten fällen spatentief bearbeitet werden, was durch Trockenheit mitunter erschwert wird. Es kann also nötig sein, die Beete sofort nach der Ernte der ersten Frucht tüchtig zu bewässern und erst danach zu graben und pflanzenfertig zu machen. Auf keinen Fall dürfen beim Graben Klumpen entstehen, solche lassen sich später oft schwer zerkleinern, und das Gedeihen der Pflanzen wird durch Klumpen ungünstig beeinflusst. Bei leichten Böden und bei guter Gare des Bodens nach der Ernte kann statt des Umgrabens auch der Boden mit dem Grubber gelockert werden, anschließend wird glatt geharkt.

Bodenbearbeitung im Herbst

Die Vorbereitung in das A und O für guten Ertrag. Sehr wichtig ist dabei auch die Schaffung der Herbsfurche. Man gräbt mit dem spaten den Boden möglichst tief um und lässt ihn in umgegraben liegen, dadurch kann die Winterfeuchtigkeit voll aufgenommen werden und außerdem kann der Boden durch den Einfluss des Frostes gekrümelt werden. Nach der Ernte im Herbst sollte man mit dem Graben beginnen, und bis Einbruch des Winters abschließen. Nur in Ausnahmefällen und auch dann nur bei relativ trockener Witterung kann die Herbstfurche in den Monaten Januar bis Februar geschaffen werden. Die richtige Durchführung der Herbstfurche spielt eine ganz wesentliche Rolle für das Wachstum der Pflanzen im nächsten Jahr. Auf schweren Böden ist sie geradezu unerlässlich.

Man versuche möglichst große zusammenhängende Stücke zu bearbeiten, wobei die Sommerwege, also die Wege zwischen den Beeten mit umzugraben sind. Sie werden im Frühjahr erneut abgetreten.

Um zu vermeiden, dass das Land immer in eine Richtung geworfen wird, wechselt man jährlich die Anfangsfurche. Dadurch ist auch zu erreichen, dass gewisse Bodenunebenheiten ausgeglichen werden können. Das Graben Muss dann an der tiefsten Stelle beginnen. Es ist möglich, den Untergrund dadurch etwas zu lockern, indem man die Furche etwas breiter hält und mit dem Grubenzinken die Sohle gelockert wird. Natürlich sind steine und Wurzelunkräuter beim Graben zu entfernen. Bei der Bodenbearbeitung wird nach Möglichkeit Stalldung mit eingegraben, jedoch nur flach, sodass er unter Zutritt der Luft verrotten kann. Zu tief eingebrachter Stalldung vertorft und kann dann das Gedeihen der nützlichen Kleinorganismen des Bodens nicht mehr fördern.

Etwa benötigter Kalk gräbt man am besten schon nach der letzten Ernte im Herbst flach unter, damit er sich gut mit dem Boden mischt. Für den Gärtner ist kohlensaurer Kalk am besten geeignet.  Asche sollte, wenn überhaupt der erde, nur über denn Komposthaufen zugeführt werden. Zum Graben ist ein mittlerer Feuchtigkeitsgehalt am günstigsten. Zu trockner Sandboden zerfällt ohne Schollenbildung, schwerer Boden hingegen ist bei geringem Wassergehalt kaum zu bearbeiten. Sobald der Boden schmiert und am Spaten kleben bleibt, ist er zu Nass.

Für bestimmte Kulturen oder bei Übernahme eines bisher ungenutzten Stück Landes kann das Rigolen notwendig werden. Meist erfolgt das Rigolen mit einer Tiefe von drei Spatenstichen. Das Rigolen sollte möglichst im Herbst durchgeführt werden. Ein nicht so aufwendiges Verfahren zum Lockern der Erde über die normale Krume Schicht hinaus ist das sogenannte Holländern. Durch das Holländern wird der Boden zwei Spatenstiche tief gegraben. Dazu ist es notwendig, zuerst einen spatentiefen Bodenaushub von 40 bis 60 cm Breite beiseitezusetzen. Nach dem der Untergrund freigelegt worden ist, wird normal umgegraben. Dabei stellt man sich seitlich zu der zu bearbeitenden Fläche, also im Winkel von 90 Grad gegenüber der üblichen Stellung beim Umgraben. Ist der Untergrund gelockert, so wird die Krume des nächsten Streifens normal gegraben, jedoch so auf den vorher gegrabenen Untergrund abgesetzt, dass ein neuer Untergrundstreifen zur Lockerung frei wird.

Die Herbstfurche soll über den Winter viel Feuchtigkeit aufnehmen und durchfrieren. Die Bearbeitung im Frühjahr zum Herrichten der Saat und Pflanzbeete soll möglichst die Winterfeuchtigkeit schonen.

Bodenvorbereitung

Unser Bestreben geht dahin, den Pflanzen in unserem Garten während der ganzen Vegetationsperiode optimale Bedingungen zu bieten. Diesem Ziel dient auch die Bodenbearbeitung. Durch die Bodenbearbeitung bewirken sie:

  1. Die Verbesserung der Durchlüftung
  2. Die Beschleunigung der Erwärmung
  3. Verbesserung der Wasserhaltefähigkeit und der Wasserführung.
  4. Beseitigung von Bodenverdichtungen
  5. Vermischung des Bodens mit Düngemittel
  6. Verbesserung der Nährstoffverfügung
  7. Förderung der Bodenlebewesen
  8. Bekämpfung von Unkraut
  9. Schaffung von Voraussetzungen für die Keimung auch feinkörniger Samen
Bodenvorbereitung

Bodenvorbereitung

Es sind also eine große Anzahl von Wirkungen, die ausgelöst werden. Das ist aber auch notwendig, denn im Garten ist ebenso, wie im Ackerbau kein natürlicher, dauernder Bewuchs vorhanden und man Muss manchen ungünstigen Einfluss mit einer richtigen Bodenbearbeitung ausgleichen. Vor allem gilt es, ständig die Ackerkrume zu vertiefen und den Pflanzenwurzeln zu größerer Ausbreitung zu verhelfen. Damit verbunden ist wiederum eine Ertragssteigerung.

Wichtig ist bei allem:

  • die Verwendung des richtigen Geräts
  • die richtige Art der Bodenbearbeitung
  • die Einhaltung des richtigen Zeitpunktes