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Pflanzenschutz bei Kohlgemüse

Alle bisher beschriebenen Kohlgemüse sind den Artgriffen der gleichen tierischen und pilzlichen Schädiger ausgesetzt. Pflanzenschutz und Bekämpfung der Schädiger, also notwendige Pflegemaßnahmen; können deshalb zusammengefasst dargestellt werden. Auch die Zierpflanzen und die Unkräuter aus der Familie der Kreuzblütler können von den gleichen Schädigern befallen werden oder sind sogenannte Zwischenwirte. Es ist deshalb bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen auch auf diese Pflanzen zu. [Weiterlesen…]

Anbau

Das Gemüse stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage des Gartens, vor allem aber an die Bodeneigenschaften. Für den Gemüseanbau sollte eine möglichst freie und sonnige Lage ausgewählt werden. Da dies jedoch nur im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten zu lösen ist, ist es notwendig, vor allem den Boden höchsten Forderungen anzupassen.  Das kann durchaus schrittweise und in Abschnitten geschehen, indem wir durch intensive Bearbeitung, durch Zutun von Kompost, Stalldung und andere organische Stoffe beitragen, einen lockeren, humushaltigen, warmen Boden mit hoher wasserhaltender Kraft zu schaffen. Steinen und Wurzelunkräuter sind systematisch zu entfernen.

Anbau

Anbau

Die Einteilung des Gartens und die Einordnung des Gemüseland es erforderlich einen gute Überlegung. Die Gemüsebeete sollen so weinig wie möglich durch benachbarte Gebäude, Bäume und Sträucher beschattet sein. So ist grundsätzlich notwendig, die Flächen mit Bäumen getrennt anzulegen, da von wenig Gemüsen Halbschatten vertragen wird. Es ist zweckmäßig, die Erdbeere, die Gewürzkräuter im Gemüsegarten und am Rande schon aus Gründen des Windschutzes die Beerensträucher unterbringen. Von Beginn an sollte weitgehend volle Nutzung des Zeitraum von Frühjahr bis Herbst vorgesehen werden, d. h., im Sommer geräumte Beete sind sofort wieder zu bestellen. Nach ihrer letzten Ernte im Jahr wird noch vor dem eigentlichen Winter umgegraben.

Als Erstes ist zu bedenken, was für Gemüsearten angebaut werden sollen. Man schafft sich also eine Art Übersicht, die von Jahr zu Jahr ergänzt wird, um festzustellen, welches Gemüse im Vorjahr auf einer bestimmtem Fläche gestanden hat. Das ist die bedeutsame Festlegung einer Fruchtfolge, die später in einem gesonderten Abschnitt noch behandelt wird. Am besten fertigt man sich dazu einen ganz einfachen Gartenplan an in dem hervorgeht wie und wo sie gepflanzt haben in denn Vorjahren.

Im Großen und Ganzen heißt das, das zuerst drei Felder vorgesehen werden.. Zum einen für Gemüse, die in der ersten Tracht stehen. Zum Zweiten für Gemüse, was in der zweiten Tracht steht. Und zu guter Letzt ein Feld für die ausdauernden Kulturen wie zum Beispiel Spargel und Rhabarber.

Als zweckmäßige Beetbreite hat sich 1,20m erwiesen und durchgesetzt. Wobei zwischen den Beeten 0,30m Weg  bleiben sollte. Schmalere Beete sind eine Verschwendung des wertvollen Landes. Breitere Beete hingegen erschweren die Bestellung sowie  der Pflege und Ernte.

Fruchtfolge

Die planvolle zeitliche Aufeinanderfolge und Wiederkehr von verschiedenen Kulturpflanzen auf gleicher Fläche bezeichnet man als Fruchtfolge.

Das Ziel der Fruchtfolgegestaltung besteht darin, über einen praktisch unbegrenzten Zeitraum von einer gegebenen Bodenfläche ständig hohe Erträge zu erzielen d. h., bei hoher. Ertragsleistung die Bodenfruchtbarkeit zumindest zu erhalten, nach Möglichkeit jedoch zu steigern.

Fruchtfolge

Fruchtfolge

Diese Feststellung mündet ein in das Bestreben wohl eines jeden Gartenfreundes, auf der zur Verfügung stehenden Gemüseanbaufläche höchste Erträge zu erzielen, um den eigenen Bedarf zu decken oder sogar darüber hinaus noch Mengen für die allgemeine Versorgung zur Verfügung zu stellen. Es soll auch erreicht werden, dass mehrere Male hintereinander im Jahr das Land bestellt wird und von Frühjahr bis Herbst keine Lücke in der Bewirtschaftung entsteht.

Eine intensive Bewirtschaftung mit dichter Aufeinanderfolge von Kulturen verlangt die Beachtung der Ansprüche an Boden und Düngung sowie an die Verträglichkeit der einzelnen Gemüsearten untereinander.

Für die wichtigsten Freilandgemüsearten ergeben sich durch den Vorfrucht- wert nachhaltige Wirkungen auf die Folgekultur. So besitzen z. B. Porree eine sehr Gute, Sellerie und Tomate und Gurke eine mäßige und Kohlgemüse eine geringe Vorfruchtwirkung.

Auch durch Schädlinge und Krankheiten wird das Aufeinanderfolgen verschiedener Gemüse bestimmt. So werden z. B. durch die Kohlhernie fast alle Pflanzen in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicacae) befallen. Älchen und Braunfäule schädigen neben der Kartoffel auch die Tomate usw. Allgemein gilt, dass Gemüse der deichen Art einer Pflanzenfamilie (verwandte) gehörende Arten nicht nacheinander angebaut werden sollen.  Würde man jahraus, jahrein an der- selben Stelle des Gartens die gleiche Art anbauen, so käme es zu einer sogenannten Bodenmüdigkeit. Wachstum und Ertrag lassen nach. Diese Bodenmüdigkeit bezieht sich allerdings nur auf die bestimmte Pflanzenart bzw. auch auf verwande Arten, denn andere Gemüse zum Beispiel zeigen wieder beste Erträge.

Man muss also die genannten Dinge berücksichtigen. Aber aus Gründen der Zweckmäßigkeit muss in erster Linie an die Versorgung mit Dünger gedacht werden. Einige Gemüsearten ziehen ganz erhebliche Vorteile im Wachstum und Ertrag aus einer organischen Düngung, während sich für andere daraus nicht so ein großer Nutzen ergibt. Sie benötigen diese Düngung nicht so zwingend. Daraus lassen sich zwei Gruppen ableiten.

Gemüsearten, die nach organischer Düngung angebaut werden. Diese Gemüseart steht damit in der ersten Tracht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Weißkohl
  • Rotkohl
  • Wirsingkohl
  • Rosenkohl
  • Brokkoli
  • Chinakohl

Zu denn Gemüsearten, die diesen Kulturen folgen und in der zweiten Tracht stehen gehören unter anderem:

  • Kohlrabi
  • Grünkohl
  • Spinat
  • Salat
  • Tomate